Volker H. Schendel – Vitamin D Research - Freier Wissenschaftsjournalist - http://www.urlaub.astrologiedhs.de/3.html

Ausführliche Informationen zur Mikronährstofftherapie / Orthomolekularen Medizin gibt es hier:

http://www.urlaub.astrologiedhs.de/


http://www.urlaub.astrologiedhs.de  -  Mikronährstofftherapie / Orthomolekularen Medizin

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich seinerzeit aus guten Gründen gegen eine „Staatsmedizin“ entschieden. Für die wissenschaftliche Anerkennung neuer Medizinmethoden ist deshalb in der gesetzlichen Krankenversicherung durch die Vorschriften des Sozialgesetzbuches die Selbstverwaltung der Ärzte und Krankenkassen vorgesehen. Für Fragestellungen innerhalb des herrschenden schulmedizinischen Wissenschaftsparadigmas hat sich dies auch bewährt. Diese Zuständigkeitsverteilung ist allerdings schon in den 1970-er Jahren  im Kontext der politisch geführten Debatte über den Wirksamkeitsnachweis bei den Besonderen Therapierichtungen und natürlichen Heilweisen an seine Funktionsgrenzen gestoßen. Ohne den damaligen unermüdlichen Einsatz von Dr. med. Gerhard Kienle aus Herdecke –   s. dazu dessen Buch: „Der Wirksamkeitsnachweis für Arzneimittel : Analyse einer Illusion“   -  im politischen Raum, hätten die Selbstverwaltungsorgane im Gesundheitswesen in zentralen Fragen der Patientenversorgung die Weichen falsch gestellt. Die 30-jährige Leidensgeschichte der Akupunktur bis zu Ihrer Anerkennung ist ein beklagenswerter Fehlgriff der Selbstverwaltung gewesen.

Das BVerfG hat in seiner wegweisenden Entscheidung 1 BvR 347/98 -  vom 6. Dezember 2005 ebenfalls korrigierend eingreifen müssen.

Dies zeigt, daß sich in Zeiten eines wissenschaftstheoretischen Paradigmenwechsels (Thomas S. Kuhn) die Politik sich  ihrer zukunftsgestaltenden Politikverantwortung nicht entziehen darf.

Im Bereich der hochdosierten Mikronährstofftherapie und der mikronährstoffbasierten Prävention und der damit einhergehenden drastische Kostensenkung im Gesundheitswesen könnte sich zur Zeit ein solcher Paradigmenwechsel vollziehen. 

Die neuesten Forschungsergebnisse weltweit, prototypisch die Arbeiten von Dr. med. Ulrich Strunz, Dr. med. Udo Böhm und von Prof. Dr. med. Michael Zimmermann, Ordentlicher Professor für Humanernährung am Departement Gesundheitswissenschaften und Technologie an der ETH Zürich sprechen, typisch für einen solchen Paradigmenwechsel im Sinne von Kuhn, von einer Revolution im Gesundheitswesen. Kuhn hat in seinem Buch „Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“ auch den diesbezüglichen politischen und gesetzgeberischen Handlungsbedarf aufgezeigt, um die inzwischen unwissenschaftlich gewordenen Beharrungskräfte im alten wissenschaftlichen Paradigma aufzubrechen.

 

Als Kochbuch empfehlenswert:

Barbara Rütting :  Vegan & vollwertig: Meine Lieblingsmenüs für Frühling, Sommer, Herbst und Winter

http://www.amazon.de/Vegan-vollwertig-Lieblingsmen%C3%BCs-Fr%C3%BChling-Sommer/dp/3485014303/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1385383861&sr=8-1&keywords=barbara+r%C3%BCtting+vegan

Zu Gast im Studio am 24. September 2012:

Michael Dust  -  Geschäftsführer der Bio-Vollkornbäckerei „Doppelkorn“ in Hannover

http://d.mp3vhs.de/vonabisw/imstudio/dust.mp3

Hintergrund:

http://www.doppelkorn-hannover.de/

http://www.biologisch-hannover.de/

BioLogisch Naturprodukte  -  Stephanusstraße 12  -  30449 Hannover  -  Tel.: 0511 - 213 55 88

*******************************

Bioladen  Badenstedt,  Empelder Str. 96, 30455 Hannover (Straßenbahn (Linie 9 Ri Empelde) hält fast direkt vor der Tür)   -  Tel.: 0511/4752500

So stelle ich mir einen Bioladen vor. Die Auswahl der Lebensmittel ist erlesen und man fühlt, daß Herr Lange (der Inhaber und Verkäufer im Geschäft) mit Liebe zum Detail ans Werk geht. Frisches Gemüse, Brot- und Backwaren, Käse, Milch und Milchprodukte etc. etc. und Biowein sind  ebenso vertreten, wie Kosmetika, Bücher etc...., abgerundet wird das ganze mit leiser Musik. kein Vergleich zu einem Biosupermarkt,  ein klassischer Bioladen mit Stil, inklusive einem Hauch von Gemütlichkeit.

Gespräch mit Herrn Lange am  19. Oktober 2011:

http://dl.astrologiedhs.de/vonabisw/naturkost/lange.mp3

Hintergrund:

http://www.frohnatur-bioladen.de/

***************************************************************************


Dr. med. Max Otto Bruker und die Gesellschaft für Gesundheitsberatung(GGB)

Dr. med. Max Otto Bruker: Wie kann ich meine Gesundheit erhalten? Ausführlicher Vortrag zu einer vitalstoffreichen Vollwerternährung: 

http://d.mp3vhs.de/vonabisw/Gesundheit/bruker.mp3

Den Originalvortrag in besserer Qualität gibt es bei Youtube hier:

http://www.youtube.com/watch?v=PKS7j9cy-Es

Der Klassiker für gesunde Ernährung: 

Dr. med. Max Otto Bruker: Unsere Nahrung, unser Schicksal 

http://www.amazon.de/Unsere-Nahrung-unser-Schicksal-Bruker/dp/3891890036/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1347643883&sr=8-1

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 

Krank vom Essen: 

http://www.youtube.com/watch?v=uJAuvES13_Q 

http://www.youtube.com/watch?v=zCP2zSlyNo8 

http://www.youtube.com/watch?v=bMnN6lWXJwQ

http://www.youtube.com/watch?v=-Ub4r51_ptQ 

http://www.youtube.com/watch?v=2CGeTYPq53A 

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Dr. med. Max Otto Bruker (1909-2001) hatte nicht nur die Idee einer unabhängigen Institution, sondern setzte sie auch im Jahre 1978 um. Der Gründung der gemeinnützigen Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB waren jahrzehntelange Erfahrungen des Arztes in Klinik und Praxis vorausgegangen.

Seine Vision: Die GGB wird das wichtigste Instrument sein, um durch umfassende Information über die wahren Krankheitsursachen aufzuklären. Damit behielt er Recht. Seine Idee wird inzwischen von vielen Institutionen aufgegriffen. Die klare Linie fehlt jedoch allen.

Gesundheit ist ein Informationsproblem! In Form von Vorträgen und Seminaren werden an Gesundheitsfragen interessierte Menschen aufgeklärt. Sie geben sich nicht länger mit symptomatischer Linderungsbehandlung zufrieden. Selbsthilfe ist heute angesagt.

http://www.ggb-lahnstein.de

*********************************************************************************** 

Zur Ergänzung: 

http://www.youtube.com/watch?v=zikSIuf0xsE 

http://http://www.vollwertkochbuch.de

http://www.youtube.com/watch?v=WukZdR7SdVY 

http://www.fuer-uns.de/gesundheit/index.php?menu=2&menu2=1 

http://www.youtube.com/watch?v=cHDL-PCllmI&feature=related 

*********************************************************************************** 

Zu Gast im Studio am 24. September 2012:

Michael Dust  -  Geschäftsführer der Bio-Vollkornbäckerei „Doppelkorn“ in Hannover

http://d.mp3vhs.de/vonabisw/imstudio/dust.mp3

Hintergrund:

http://www.doppelkorn-hannover.de/ 

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Dr. med. Max Otto Bruker:

Sein Leben und sein Werk

http://d.mp3vhs.de/vonabisw/Gesundheit/brukerleben.docx 

Ohne den Internisten Hon. Prof. Dr. med. Max-Otto Bruker würde unsere Gesellschaft noch Weißbrot essen, sich Zucker in den Kaffee schütten und Margarine essen. Durch Max-Otto Bruker hat seit den 60er Jahren zumindest 1/3 der Bevölkerung seine Ernährung umgestellt: Das Weißbrot wird durch Vollkornbrot ersetzt, der Kaffee durch Tee, der Fabrikzucker durch Honig und das Fabrikfett durch ein Naturfett, wie z.B. Butter oder Olivenöl. Die Devise Brukers ist einleuchtend: Ein Nahrungsmittel hat nicht nur zu ernähren, es muß LEBENSmittel sein, d.h. selbst noch lebendig und zum Leben im Organismus beitragen. 

Vorgemacht hat es dem Lahnsteiner Chefarzt der Hygiene- und Ernährungsarzt Werner Kollath, der sprachlich allerdings zu Bruker so different war, daß die Bevölkerung nicht immer gleich verstehen konnte, was sie umzusetzen hat. Der frühe Dr. Bruker und der späte Professor Bruker (Lehrstuhl an der Universität Kiew) schaffte es, ganze Generationen aufzuklären und sie zum Umdenken zu bewegen. Professor Kollaths ebenso spannende Theorien und Studien blieben einem kleinen Kreis vorenthalten. Zu diesem elitären Kreis gehörte der junge Stabsarzt Dr. Bruker, der Kollath mit Homöopathie und anderen klugen Wissenschaften ergänzte. In Erinnerung bleibt immer: Unsere Nahrung - unser Schicksal, ein 400 Seiten-Werk, das früher einmal 'Schicksal aus der Küche hieß". Max-Otto Bruker erklärt jedem, warum denaturierte Nahrung krank macht, die Überschriften besagen schon viel: 'Weißmehl tötet Ratten" - Der Mangel an Vitalstoffen läßt aus dem ehemaligen Lebensmittel nur noch ein 'Nahrungsmittel" werden, das den Körper mehr belastet, als ihm hilft. Dem vollen Korn wird der Keim und die Schale entzogen (also das Vitamin-E , die B-Vitamine, die Enzyme, das gesunde Naturöl etc.) und wir essen im Grau- und Weißbrot nur noch den krankmachen Rest: das isolierte Kohlenhydrat. Ebenso ist es beim Zucker. Traubenzucker und Fruchtzucker sind die Kohlenhydratkonzentrate, es fehlt das, was normalerweise vorhanden ist, die Stoffe, die normalerweise vorhanden sind. Man schaue sich nur den Apfel, die Banane oder die Zuckerrübe an: Alle Vitalstoffe werden entfernt, das Konzentrat bekommen wir als Nahrung. Und zwar als 'Fabriknahrung". So läüfts auch mit den Fetten: Die industriell veränderte Pflanzenmargarine entspricht nicht dem ehemals gesunden Sonnenblumenöl in der Sonnenblume bzw. den Samen, das heiß herausgezogenen Olivenöl, nicht mehr dem Öl in der Olive, es sei denn, man preßt es kalt und das Tofu nicht mehr dem Eiweiß in der Pflanze, es sei denn, man ißt Soja so, wie es vorgesehen war. 

Das Resultat einer denaturierten, fabrikatorischen Ernährung: Je nach Individuum entsteht schleichend nach 20-40 Jahren die chronische Krankheit, die sich in verschiedener Form äußert: Herzinfarkt, Schlaganfall, Rheuma, Gebissverfall, Nervenerkrankungen, Allergien etc. und der Mensch fragt sich, was er falsch gemacht hat. Er erkennt nicht gleich, dass sein Frühstück oder Mittagessen schuld daran sei und schiebt es auf die Gene oder die Umwelt. Die wahren Ursachen erklärt uns nur einer: der Internist, Psychotherapeut, Chefarzt, Professor, Autor und wie er sich am liebsten selber sah: der Arzt im besten Sinne des Wortes und nicht Mediziner: Max-Otto Bruker, der selbst das beste Beispiel seiner Lebensweise war. 

          

Hier im Blog von www.getreidemühlen.de

(Thomas Wälter) http://www.getreidemuehlen.de/blog/ueuber-getreidemuehlen-de/

http://www.getreidemuehlen.de/blog/mahlstein-getreidemuehle/2010/11/14/

findet sich folgender Text:

Mahlsteine der Getreidemühle

Naturstein oder Kunststein?

Oft wird bei Mahlsteinen für Getreidemühlen in “Naturstein” und “Kunststein” unterschieden. Als “Naturstein” werden dabei aus natürlichem Stein gehauene Mahlsteine bezeichnet. Mit der fast schon negativ klingenden Bezeichnung “Kunststein” sind hingegen aus verschiedenen Materialien “gemischten” Mahlsteine gemeint, die gegossen oder gebrannt werden. Auch diese “gemischten” Mahlsteine werden aus absolut natürlichen Mineralien hergestellt. Üblich sind heute Mahlsteine aus Korund-Keramik und aus Naxos-Basalt in Magnesit-Bindung.


Mahlstein aus Granit

Früher wurden Mahlsteine aus Granit hergestellt. Das war eine sehr zeitintensive und anspruchsvolle Aufgabe für die Steinmetze. “Hart wie Granit” hat sprichwörtliche Bedeutung. Schaut man sich aber mal die unterschiedlichen Härten von Mineralien an, stellt man fest, dass Granit gar nicht so hart wie sein Ruf ist:

Härte wird in der Maßeinheit “Mohs” definiert

Bekannt ist, dass der Diamant das härteste natürlich vorkommendes Mineral auf unserer Erde ist, der Diamant hat deswegen die Härte 10 auf der Mohs-Skala.
Granit hingegen hat nur die Härte 6, ist also deutlich weicher. Damit ein Mahlstein schönes, feines Mehl mahlt, muss er “scharf” sein, d.h. er braucht eine raue Oberfläche. Bei Mahlsteinen aus Granit wird diese benötigte Oberfläche durch mechanische Bearbeitung erreicht (früher Beschlagen mit Hammer und Meißel, heutzutage meist mit einer elektrischen Flex). Da der Granit aber nun mal gar nicht so hart ist, wie sein Ruf, nutzt sich die raue Oberfläche im Betrieb in einer Getreidemühle vergleichsweise schnell ab.
Der ehemals “scharfe” Mahlstein aus Granit wird im Laufe der Zeit glatt wie ein Flusskiesel. Damit lässt sich dann kein feines Mehl mehr mahlen, im Gegenteil, das Getreide wird nur noch zerquetscht zwischen den Mahlsteinen, statt zu Mehl zerrieben zu werden. Ab einem gewissen Punkt mahlt die Getreidemühle dann gar nicht mehr, sondern das Getreide verschmiert zwischen den Steinen und die Mühle setzt sich zu und blockiert.
Spätestens dann müssen die Mahlsteine ausgebaut werden und (vom Hersteller) neu bearbeitet werden, damit die Oberfläche wieder rau wird. Bei einer durchschnittlichen Nutzung einer Getreidemühle in einem 4-Personen-Haushalt ist das Schärfen der Granitmahlsteine alle 5 – 7 Jahre erforderlich. Dieses regelmäßige Nachschärfen der Mahlsteine gehörte früher übrigens auch zu den Aufgaben des Müllers, ein Müller verrichtete also auch diese Steinmetzarbeiten.

Mahlstein aus Naxos-Basalt in Magnesit-Salz-Bindung

Weil Mahlsteine aus Granit nicht sonderlich lange halten und zudem recht teuer weil aufwändig in der Herstellung sind, suchte man nach Alternativen.
In den 70iger Jahren begann Dr. Schnitzer die ersten Haushaltsgetreidemühlen zu bauen. Hier kamen gegossene Mahlsteine aus Naxos-Basalt in Magnesit-Salz-Bindung zum Einsatz. Legendär und oft heute noch in Betrieb sind die Schnitzer-Mühlen “FE”, “FE 100″ und “PE” aus dieser Zeit. Solche Steine sind kostengünstig herzustellen, sie werden einfach in Formen gegossen, im Prinzip wie Beton. Statt Sand, Kiesel und Zement beim Beton werden bei diesen Steinen verschiedene Quarze oder Basalte – z.B. Naxos-Basalt – in Magnesit gebunden. Basalt und Magnesit haben unterschiedliche Härten: Basalt – je nach Sorte – die Härte 7 – 8 Mohs, und ist damit härter als Granit, Magnesit hat die Härte 4 – 4,5 Mohs. Auch ein solcher Stein nutzt sich beim Getreide mahlen etwas ab, da die verwendeten Mineralien aber unterschiedlich hart sind, wird der Mahlstein durch die Abnutzung nie glatt, sondern bleibt immer rau in der Oberfläche, weil sich das weichere Material – in diesem Fall das Magnesit – immer etwas schneller abnutzt als das härtere Mineral, der Basalt. Dadurch erfüllen solche Mahlsteine auch nach Abnutzung immer noch ihre Aufgabe: Sie bleiben scharf und zerreiben das Getreide. Lediglich die Feineinstellung derGetreidemühlen muss gelegentlich etwas nachjustiert werden, weil die Steine dünner werden.

Mahlstein aus Korund und Keramik

Korund-Keramik-Mahlsteine sind im Prinzip eine Weiterentwicklung der Naxos-Basalt-Steine: Sie kamen Mitte der 80iger Jahre auf und sind aktueller Standard bei Haushaltsgetreidemühlen. Auch hier werden zwei unterschiedlich harte Materialien gemischt, so dass die Oberfläche der Mahlsteine auch bei Abnutzung immer rau bleibt. Dieser Effekt wird oft auch als “selbstschärfend” bezeichnet. Korund und Keramik sind noch mal deutlich härter als Basalt: Korund hat die Härte 9 Mohs, ist also nach dem Diamanten das zweithärteste natürliche Mineral. (Korund ist übrigens “mineralogisch” betrachtet identisch mit Saphiren und Rubinen, nur nicht so schön bunt, sondern grau bis schwarz). Keramik hat je nach Zusammensetzung und Brennverfahren die Härte 8 – 9 Mohs, ist also minimal weicher als Korund, aber immer noch deutlich härter als Granit.
Korundkristalle mit 1,5 – 2 mm Durchmesser werden in einem bestimmten Verhältnis mit Keramikmasse gemischt, dann unter hohem Druck in Formen gepresst und zuletzt bei ca. 1300 C°  gebrannt. Korund-Keramik-Mahlsteine werden oft als “Kunststeine” bezeichnet, bestehen aber aus absolut natürlichen Mineralien ohne irgendwelche künstlichen Zusätze. Korund ist eine Modifikation von  Aluminiumoxid (auch “Tonerde” genannt, chemische Bezeichnung: α-Al2O3) und fast weltweit in Gebirgen zu finden. Keramik ist auch einfache Tonerde, die sehr fein gemahlen wird, dann mit Wasser gemischt in eine formbaren Masse gebracht wird und anschließend durch Trocknen bei hohen Temperaturen – dem “Brennen” – zu einem extrem harten und haltbaren Material wird, der Keramik.
Eine minimale Abnutzung haben auch Korund-Keramik-Steine, auch hier muss – je nach Nutzungsintensität der Getreidemühle – alle 5 – 10 Jahre die Feineinstellung nachjustiert werden, weil die Steine etwas dünner werden. Auf der ursprünglichen Feineinstellung im Neuzustand mahlen sie sonst nicht mehr richtig fein. Bei Getreidemühlen mit Feineinstellung per Hebel (wie z.B. die hawos- und die Schnitzer-Mühlen) wird dafür der Einstellhebel etwas versetzt. Bei Getreidemühlen per Feineinstellung durch Trichterdrehen (z.B. Komo- und Waldner-Mühlen) muss gar nichts nachjustiert werden, der Trichter lässt sich einfach je nach “Abnutzung” der Steine im Laufe der Jahre minimal weiter nach links drehen, um Feinmehl zu mahlen.
Nahezu jedem sind Korund und Keramik auch aus dem Alltag bekannt: gewöhnliches Schmirgelpapier hat in der Regel eine Oberfläche aus Korund-Kristallen, Keramik kennt sowieso jeder: die Kaffeetasse, die Zahnfüllung … Die Idee, aus einer Mischung aus Korund und Keramik Mahlsteine für Getreidemühlen zu bauen, hatte Wolfgang Mock, heute einer der Mühlenbauer der Komo Getreidemühlen.

Einsatz der verschiedenen Mahlsteine heute:

    Mahlsteine aus Granit werden fast gar nicht mehr verwendet. Nur sehr wenige Hersteller bauen in einige Modelle ihrer Mühlen noch Granitsteine ein. getreidemuehlen.de hat keine Getreidemühlen mit Granitsteinen im Sortiment.

    Mahlsteine aus Naxos-Basalt werden heutzutage fast nur noch in Handgetreidemühlen verwendet, hier aber nahezu ausschließlich. Da mit Handgetreidemühlen nur vergleichsweise kleine Mengen Getreide verarbeitet werden und durch das Kurbeln per Hand nur um 80 U/min “Geschwindigkeit” auf die Mahlsteine kommt, haben Naxos-Basalt-Steine in Handgetreidemühlen im Gegensatz zur Verwendung in elektrischen Getreidemühlen eine absolut ausreichende Haltbarkeit. Zudem sind sie günstiger und auch ökologischer in der Herstellung, weil kaum Energie zur Produktion benötigt wird.
Die einzigen mir bekannten elektrischen Getreidemühlen, die aktuell noch mit Naxos-Basalt-Steinen gebaut werden, sind die “Widu”-Mühlen von Fa. Wiederhold und die “Elsässer”-Mühlen der französischen Fa. SAMAP.
Auch die “Erfinder” der Naxos-Basalt-Steinen – die Fa. Schnitzer – setzt dieses Material seit vielen Jahren nur noch in ihren Handmühlen ein, alle heutigen elektrischen Schnitzer Getreidemühlen haben Mahlsteine aus Korund und Keramik.

    Mahlsteine aus Korund-Keramik kommen in fast allen elektrischen Haushalts-Getreidemühlen zum Einsatz. Z.B. in den Getreidemühlen von KomoHawosSchnitzer und Waldner. Erfahrungsgemäß haben sie bei intensiver Nutzung der Mühle in einem 4-Personen-Haushalt eine Lebensdauer von 15 – 20 Jahren, ehe sie mal ausgetauscht werden müssen. Kleinere Haushalte und “Gelegenheitsmüller” werden wahrscheinlich nie neue Korund-Keramik-Steine für ihre Getreidemühle benötigen. Ein Paar Ersatzsteine kostet z.Zt. je nach Modell und Hersteller zwischen 30 und 80 €.
Bei Handgetreidemühlen werden Korund-Keramik-Steine bisher in derHawos Rotare, in der Komo Handmühle und in der hawos Molere verwendet." 

*****************************************************************

Quelle:

http://vollwerttigerin.wordpress.com/vollwertkost-was-bedeutet-das-uberhaupt/ 

„Vollwertkost – was bedeutet das überhaupt? 

Das Grundprinzip besteht darin, alle Lebensmittel möglichst naturbelassen zu verspeisen.
Je weniger bearbeitet, desto besser.
Daraus folgt dann: lieber einen Apfel essen als Apfelsaft trinken oder Apfelmus zu essen. 

Zucker und Weißmehl sind extrem bearbeitete Lebensmittel und kommen damit in der Vollwertkost nicht vor, ebensowenig wie Fertiggerichte oder Konserven. 

Warum jeder Vollwert-Haushalt früher oder später eine Getreidemühle braucht: 

Frisch gemahlenes Getreide enthält auch den ölhaltigen Keim des Korns, der eigentlich das Wertvollste überhaupt am Getreide ist.
Das enthaltene Öl ranzt aber an der Luft sehr schnell, nach ein paar Tagen schmeckt man das auch.
Fertig gekaufte Vollkornmehle (außer frisch im Bioladen gemahlen) enthalten aus diesem Grund den Keim nicht mehr, und sind deshalb monatelang haltbar, aber eben auch nicht mehr vollwertig.
Im Grunde unterscheiden sie sich nur durch den Kleieanteil vom normalen Mehl, deshalb sind sie keine Lösung. 

In diesem mitgemahlenem Keim steckt aber auch ein wichtiges Vitamin, das B1 oder Thiamin, was vom Körper nicht selbst gebildet werden kann und sehr wichtig für das Nervensystem ist.
Die Liste der Probleme bei B1-Mangel liest sich wie die gängigsten Beschwerden beim Arzt.
Thiamin ist wasserlöslich und hitzeempfindlich, wird beim Kochen etwa zur Hälfte zerstört, und im schlimmsten Fall wird die andere Hälfte auch noch mit dem Kochwasser fortgeschüttet. 

Vor der Erfindung der modernen Mühlentechnik war das kein Problem, weil immer das ganze Korn samt Keim vermahlen wurde, und bei einem Brotverbrauch von mehr als 250g pro Person und Tag war die Versorgung gesichert.
Aber seit der neuen (etwa 1872) Mahltechnik wird der Keim als erstes abgetrennt, und fast alles Brot und Mehl ist dadurch B1-frei, mit entsprechenden Mangelzuständen bei der Bevölkerung. 

Das wäre allein noch nicht ganz so schlimm, wenn nicht B1 auch zur Verstoffwechselung von Zucker und anderen Kohlenhydraten benötigt würde.
Der Ausdruck “Zucker ist ein Vitaminräuber” stimmt physiologisch tatsächlich.
Da aber der Durchschnittsdeutsche pro Jahr 30kg reinen Zucker zu sich nimmt, vom Baby bis zum Greis, kann man sich vorstellen, daß da auf Dauer doch eine ernsthafte Unterversorgung vorliegt.
Und tatsächlich stellen viele Leute, die neu mit Vollwerternährung anfangen, durchaus schnell Verbesserungen ihres Allgemeinzustands fest, wenn sie konsequent Weißmehl und Zucker weglassen und auf Vollkorn umsteigen. 

Bei Bruker ist das Kernstück der Frischkornbrei, 3 EL rohes Getreide (beliebiger Art) geschrotet, über Nacht in Wasser eingeweicht, am nächsten Morgen mit einem frisch geriebenen Apfel, 1-2 EL Sahne, mit evt noch anderem Obst und ein paar Nüssen gegessen. Für die Ungern-morgens-Kauer kann man das Ganze mit mehr Wasser und einem Mixer zum Powerdrink verdünnen .... 

Es geht aber nicht nur um dieses Vitamin, sondern die Gesamtheit der Lebensmittel.
Jede Verarbeitungsstufe nimmt was an Vitalstoffen weg, die wir eigentlich brauchen.
Also kann die logische Konsequenz nur sein, alles so unverarbeitet wie nur möglich zu essen.
Deshalb kommt in der Brukerkost sehr viel Rohkost vor, nicht nur Obst, sondern auch rohe Gemüsesalate, und bei den gekochten Gerichten wird Gemüse meist gedämpft oder kurz in Butter gedünstet, und bei Kartoffeln ißt man durchaus die Schale mit – wer’s nicht mag, pellt halt, es ist kein Zwang. 

Fett in der Vollwertkost soll natürlich auch so naturbelassen wie nur möglich sein, und da bleiben nur Butter, Sahne, Olivenöl und noch Leinöl, in Bioqualität.
Alle anderen Fette (Margarine!) und Öle sind hochraffiniert und vielfach behandelt und gehören damit nicht in die Vollwertküche.
“Kaltgepreßt” sagt übrigens nichts über die weitere Behandlung des Öls nach der Pressung aus, sondern lediglich, daß es die erste Pressung war, alle weiteren finden unter Hitzeeinwirkung statt, meist noch mit Lösungsmitteln. 

Milch: Rohmilch(Vorzugsmilch) ist in der VW-Küche erwünscht, aber heutzutage fast gar nicht mehr zu bekommen.
Die normale pasteurisierte und auch noch homogenisierte Milch ist als erhitztes und hochverarbeitetes Nahrungsmittel abzulehnen, weil weder das erhitzte Milcheiweiß noch die homogenisierten Fetttröpfchen für den menschlichen Stoffwechsel gut sind – unser Darm ist nicht auf so kleine Fettpartikel eingestellt. 

Fettreduzierte Nahrungsmittel kommen in der Vollwertküche auch nicht vor, weil es die in der Natur auch nicht gibt.
Außerdem braucht der Körper Fett für den Stoffwechsel und das Nervensystem (unser Gehirn besteht zum größten Teil aus Fettgewebe, ebenso die Nervenbahnen). Das bedeutet nicht, daß das vollwertige Essen in Öl oder Butter schwimmen würde, aber die “Fett ist böse”-Einstellung gibt es hier nicht. 

Fleisch/Fisch/Eier kommen eher selten vor, aber das ist mehr eine Sache persönlicher Präferenz, weil sich viele als Fast-Vegetarier besser fühlen, aus welchen Gründen auch immer.
Bruker war der Meinung, daß Tiereiweiß dem Menschen nicht unbedingt zuträglich sei, weil es eben fast nie roh gegessen, sondern immer hochverarbeitet wird, von der Fragwürdigkeit der heutigen Ernährung der Tiere und dem Welthunger ganz abgesehen. Das ist eine Frage, die jeder für sich selbst lösen muß. 

Insgesamt: Frischkornbrei, frisches echtes(!) Vollkornbrot, viel frisches Obst und Gemüse als Rohkost (die Frischkost sollte mindestens ein Drittel ausmachen, bei Kranken auch bis zu 100%), naturbelassene Fette, als Süßungsmittel nur unerhitzter Honig, wenig Salz.
Das ergibt eine sehr leckere Küche, die Rezeptauswahl ist riesig, man muß sich nur trauen. 

Sich langsam ranarbeiten geht leider nicht, weil Zucker in geringsten Mengen zu Unverträglichkeiten des Getreides führt, mit den üblichen Folgen übler Blähungen.
Man merkt die positiven Auswirkungen dieser Art der Ernährung ziemlich schnell.
Und es ist keine Diät, also auch keine schuldbewußte Selbstzerfleischung nötig, wenn man mal auswärts un-vollwertig essen mußte/wollte – man merkt sehr schnell, daß das vorher normale Essen einem irgendwann gar nicht mehr gefällt, und auch körperliche Auswirkungen spürbar sind.
In meinem Essen ist genau das drin, was *ich* da reintue – sonst nix.
Keine Konservierungsmittel, keine Zusatzstoffe, nichts.
....“ 

Aus Wikipedia:

Max Otto Bruker 

Max Otto Bruker (* 16. November 1909 in Reutlingen; † 6. Januar 2001 in Lahnstein) war ein deutscherSachbuchautorArzt und Politiker. Er war ein Verfechter der Vollwerternährung, für die er einen eigenen Ansatz erarbeitete (vitalstoffreiche Vollwertkost“[1]).

 


Leben     

Bruker wurde als drittes und letztes Kind des Lehrers Max Bruker und dessen Frau Berta, geborene Buck, am 16. November 1909 in Reutlingen geboren. 1913 zog die Familie nach Neuenstadt am Kocherum, wo Max Otto ab 1915 die Lateinschule besuchte, an der sein Vater als Präzeptor unterrichtete. In den 1920er-Jahren zog die Familie ein weiteres Mal um, diesmal nach Esslingen am Neckar, wo Bruker 1927 sein Abitur ablegte. Von 1927 bis 1932 studierte er Medizin, zuerst zwei Semester in Tübingen, anschließend in München und Berlin, die beiden letzten Semester wieder in Tübingen. Laut eigenen Angaben hatte August Bier einen starken Einfluss auf ihn. Seit 1927 war er Mitglied der Burschenschaft Normannia. Im Nationalsozialismus war Bruker Mitglied der SA.[2] Er beendete 1932 sein Studium mit dem Staatsexamen und verbrachte seine Praktikantenzeit zunächst am Pathologischen Institut der Universität Tübingen unter Albert Dietrich, und arbeitete anschließend im Städtischen Krankenhaus Esslingen. Im Juni 1934 wurde Bruker in Tübingen bei Wolfgang Stock mit der Arbeit: „Ein Fall von metastatischem Karzinom der Iris, des Corpus ciliare und der Chorioidea von latentem Primärtumor“ promoviert.

Kurze Stationen im Evangelischen Krankenhaus Schwerte und im Homöopathischen Krankenhaus Dr. Steigele (Stuttgart) schlossen sich an. 1936 wechselte er als Assistenzarzt an die Homöopathisch-Biologische Klinik der Krankenanstalt Bremen. 1938 ließ er sich in Bremen als Facharzt nieder. Am 26. Juni 1939 heiratete er Irmgard Engelage, die er als Krankenschwester in der Krankenanstalt Bremen kennengelernt hatte. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Bereits 1939 wurde Bruker zumKriegsdienst in die Wehrmacht eingezogen. Er war zuerst in Bremen, 1940 dann in Paris, von 1941 bis 1944 in Lappland und Norwegen eingesetzt. Er beendete seinen Dienst 1945 als Stabsarzt. Nach kurzerKriegsgefangenschaft im norwegischen Bergen siedelte Bruker von Bremen nach Lemgo um, wo er von 1946 bis 1974 Arzt, ab 1949 Ärztlicher Leiter der Anstalt Eben-Ezer für Geistesschwache und Epileptiker war. Hier führte er die Vollwertkost nach Werner Kollath ein.

Bruker wurde einer breiteren Öffentlichkeit seit 1958 vor allem durch seine Warnungen vor dem Konsum von „Fabrikzucker“ bekannt. Insbesondere in den 1960er Jahren intensivierte er institutionelle Kontakte zu zahlreichen naturheilkundlichen und alternativmedizinischen Organisationen.

Bruker leitete von 1974 bis 1977 als Chefarzt die psychosomatische Abteilung der Klinik am Burggrabenin Bad Salzuflen. Von 1977 bis 1991 war er ärztlicher Leiter der Klinik Lahnhöhe in Lahnstein.

In den 1980er-Jahren erforschte Bruker die Verbreitung von Krebskrankheiten durch den Reaktorunfall von Tschernobyl. Anfang der 1990er-Jahre wurde Bruker zum Honorarprofessor der medizinischen Fakultät der Universität Kiew berufen mit dem Lehrschwerpunkt „Atomare Strahlenschäden“. Bruker hielt die Vorlesungen im hohen Alter von 80 Jahren in Deutsch und Englisch, den Studenten wurden sie simultan ins Russische gedolmetscht.

Bruker hielt 20 Jahre lang monatlich in seinem Gesundheitszentrum Lahnhöhe eine für die Öffentlichkeit zugängliche Sprechstunde mit dem Namen „Ärztlicher Rat aus ganzheitlicher Sicht“ ab. Bruker starb 91-jährig, erst ein Jahr zuvor hatte er sich in den Ruhestand begeben.

Seine Bücher erreichten eine Auflage von über vier Millionen.


Ernährungslehre    

Bruker stand in der Tradition der grundsätzlich zivilisationskritischen[9] Naturheilkunde. Bekannt wurde er hauptsächlich durch seinen Einsatz für die Verbreitung der Vollwertkost. Hierzu schrieb er zahlreiche Bücher, hielt öffentliche Vorträge und gründete den gemeinnützigen Verein „Gesellschaft für Gesundheitsberatung“ (GGB). Seine Aussagen zur Ernährung stehen im Gegensatz zu etablierten Lehrmeinungen innerhalb von Medizin und Ernährungswissenschaften.

Ursprünge   

Bruker führte seine Ernährungslehre im Wesentlichen auf die Lehren des Schweizer Arztes Maximilian Bircher-Benner und Werner Kollath, wie er Mitglied des „Weltbunds zum Schutz des Lebens“, zurück.[10]Wie diese sah auch Bruker einen Zusammenhang zwischen Ernährung und so genanntenZivilisationskrankheiten. Seinen eigenen Beitrag sah Bruker hauptsächlich in der Verbreitung dieser Erkenntnisse und in der Lösung des „Verträglichkeitsproblems“ (siehe unten). Er begründete seine Ernährungslehre weiterhin mit Verweisen auf Beobachtungen und Erfahrungen aus einer über fünfzigjährigen ärztlichen Anwendung der Vollwertkost.

Bruker betrachtete einen Mangel an so genannten „Vitalstoffen“ als Ursache für viele Zivilisationskrankheiten. Zu diesen Vitalstoffen zählte er unter anderem VitamineMineralstoffe undSpurenelemente. Zivilisationskrankheiten entstünden durch diesen Mangel bei gleichzeitigem Verzehr großer Mengen an Nährstoffen, d. h. EiweißenFetten und Kohlenhydraten. Seinen Beobachtungen zufolge äußere sich ein Mangel an Vitalstoffen zumeist erst nach Jahrzehnten. Folge sei nun nicht in erster Linie ein kürzeres Leben, sondern moderne Zivilisationskrankheiten wie Gelenkerkrankungen,ArterioskleroseGallensteine oder Diabetes mellitus.[11]

Ernährungsempfehlungen der „vitalstoffreichen Vollwertkost“    

Die von Bruker empfohlene Ernährung wurde von ihm als „vitalstoffreiche Vollwertkost“ bezeichnet. Er betrachtete diese als die „ursprüngliche“ Ernährungsweise, für die der Mensch geschaffen sei. Sie besteht überwiegend aus „vollwertigen“, weitgehend „naturbelassenen“ Lebensmitteln, und vermeidet die „teilwertigen“, z. B. fabrikatorisch veränderten Nahrungsmittel. Dies bedeutet unter anderem:Vollkorngetreideprodukte (möglichst frisch gemahlen), ObstGemüseSalat und unbehandelte Nüsse. Auch Butter oder Sahne sind erlaubt, weil sie im Gegensatz zu anderen MilchproduktenFleisch undFisch, praktisch kein Eiweiß, sondern hauptsächlich natürliches Fett enthalten. Kaltgeschlagene Öle, wie kaltgepresstes Sonnenblumenöl und natives Olivenöl, ergänzen Brukers Ernährungsempfehlungen.

Besonders folgende Nahrungsmittel sind nach Bruker schädlich: Industriell hergestellte raffinierteKohlenhydrate, d. h. der „Fabrikzucker“ und die „Auszugsmehle“ (die aus dem geschälten und entkeimten Getreide hergestellt werden), sowie raffinierte Fette (Margarine und raffinierte Pflanzenöle). Auch der Verzicht auf Fleischprodukte, Fisch und Eier wird empfohlen. Bei bestimmten Krankheiten wird ein weitergehender Verzicht auf Milchprodukte (Quark, Käse, Joghurt…) empfohlen.

Fruchtsäfte lehnte Bruker ab, weil sie nicht die ganze Frucht enthalten, wertvolle biologische Wirkstoffe (von Kollath als Auxone bezeichnet) blieben im Trester zurück. Auch vom Verzehr von Kaffee und anderen coffeinhaltigen Getränken riet er ab, da sie das vegetative Nervensystem schädigten undsuchtbildend seien.

Das Unverträglichkeitsproblem    

Eine Reihe von Patienten klagten nach Verabreichung der Vollwertkost in seiner Klinik über Magen- und Darmprobleme. Diese äußerten sich unter anderem in Beschwerden wie z. B. Völlegefühl undBlähungen. Bruker führte diese Beschwerden darauf zurück, dass seine Empfehlungen nicht 100-prozentig beachtet worden seien und empfahl insbesondere auf so genannten „Fabrikzucker“ vollständig zu verzichten.

Institutionen    

Ende der 1970er Jahre engagierte sich Bruker für die Ausbildung des von ihm selbst geschaffenen „Berufsbild des Gesundheitsberaters“. Hierfür gründete er 1978 die Gesellschaft für Gesundheitsberatung e. V. (GGB). Der Schwerpunkt des Ausbildungskonzepts liegt theoretisch und praktisch auf der Ernährung „vitalstoffreicher Vollwertkost“. Nach einigen Seminaren erfolgt eine schriftliche und eine mündliche Prüfung. Im Anschluss erhalten die erfolgreichen Absolventen ein Zertifikat als „Ärztlich geprüfter Gesundheitsberater (GGB)“.

Seit 1994 gibt es das Bruker-Haus in Lahnstein, das er selbst einweihte und in dem er bis ein Jahr vor seinem Tod lehrte und arbeitete.

Veröffentlichungen (Auswahl)    

    Krank durch Stress, Schnitzer-Verlag, Sankt Georgen 1971, spätere Auflagen als Lebensbedingte Krankheiten, Bioverlag Gesundleben, Hopferau, 1982.

    Geleitwort zu Die sanften Mörder. Atomkraftwerke demaskiert, Verfasser: Ralph Graeub, Rüschlikon-Zürich 1972.

    Vorsicht Fluor. Das Kariesproblem Bioverlag Gesundleben, Hopferau, 1984; ISBN 3-89189-013-3.

    Unsere Nahrung – unser Schicksal, in diesem Buch erfahren Sie alles über Ursachen, Verhütung und Heilbarkeit ernährungsbedingter Zivilisationskrankheiten. Emu-Verlag, Lahnstein 1999; ISBN 3-89189-003-6.

    Allergien müssen nicht sein, Ursachen und Behandlung von Neurodermitis, Hautausschlägen, Ekzemen, Heuschnupfen und Asthma. Emu-Verlag, Lahnstein 1992; ISBN 3-89189-033-8.

    Gesund durch richtiges Essen, Besserung und Heilung vieler moderner Krankheitsbilder. Orbis-Verlag, München 2000; ISBN 3-572-01131-0.

    Krank durch Zucker, der Zucker als pathogenetischer Faktor, gesammelte Forschungsergebnisse als Basis für umwälzende Erneuerungen der Diätetik, mit Grundregeln für eine wirksame Heilkost.Helfer-Verlag Schwabe, Bad Homburg 1992; ISBN 3-87323-000-3.

    Wer Diät isst, wird krank, Wunderdiäten genauer betrachtet, über Sinn und Unsinn einseitiger Ernährungsformen. Emu-Verlag, Lahnstein 1992; ISBN 3-89189-037-0.

    Der Murks mit der Milch, Emu-Verlag Lahnstein, 9. Auflage 2010, ISBN 9783891890455.

Einzelnachweise    

1.Jörg Melzer, Vollwerternährung: Diätetik, Naturheilkunde, Nationalsozialismus, sozialer Anspruch, Franz Steiner Verlag, 2003, ISBN 3515082786, S. 384.

2.Jörg Melzer, Vollwerternährung: Diätetik, Naturheilkunde, Nationalsozialismus, sozialer Anspruch, Franz Steiner Verlag, 2003, Seiten 358 und 410.

3.Jörg Melzer: Vollwerternährung: Diätetik, Naturheilkunde, Nationalsozialismus, sozialer Anspruch, Franz Steiner Verlag, 2003, S. 396 und 370

4.Jörg Melzer, Vollwerternährung: Diätetik, Naturheilkunde, Nationalsozialismus, sozialer Anspruch, Franz Steiner Verlag, 2003, S. 365.

5.Jörg Melzer, Vollwerternährung: Diätetik, Naturheilkunde, Nationalsozialismus, sozialer Anspruch, Franz Steiner Verlag, 2003, S. 369.

6.Jörg Melzer, Vollwerternährung: Diätetik, Naturheilkunde, Nationalsozialismus, sozialer Anspruch, Franz Steiner Verlag, 2003, S. 371.

7.Jörg Melzer, Vollwerternährung: Diätetik, Naturheilkunde, Nationalsozialismus, sozialer Anspruch, Franz Steiner Verlag, 2003, S. 377.

8.Franz Greß, Hans-Gerd Jaschke, Klaus Schönekäs, Neue Rechte und Rechtsextremismus in Europa, Opladen 1990, S. 263 f.

9.Uwe Heyll: Wasser, Fasten, Luft und Licht: die Geschichte der Naturheilkunde in DeutschlandCampus Verlag, 2006 – 310 S.

10.          Claus Leitzmann, Markus Keller, Andreas Hahn, Alternative Ernährungsformen, Georg Thieme Verlag 2005, S. 136.

11.           Ökotrophologie, Band 2, Verlag Neuer Merkur 2005 , S. 156.

12.          Hans-Konrad Biesalski, Ernährungsmedizin: nach dem Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer, 3. Ausgabe, Georg Thieme Verlag, 2004, ISBN 313100293X, Seite 628

13.          Jörg Melzer, Vollwerternährung: Diätetik, Naturheilkunde, Nationalsozialismus, sozialer Anspruch, S. 385.

14.          M. O. Bruker: Atherosclerosis - Another Carbohydrate Problem. Recent developments. In:Landarzt (1965), Band 41, S. 274–277. PMID 14339116.

15.          M. O. Bruker: Special nutrition prevents poliomyelitis. In: Landarzt (1961), Band 37, S. 1228–1229. PMID 13873936.

16.          K. E. Bornfeldt, I. Tabas: Insulin resistance, hyperglycemia, and atherosclerosis. In: Cell Metabolism (2011), Band 14, Ausgabe 5, S. 575–585. doi:10.1016/j.cmet.2011.07.015. PMID 22055501PMC 3217209 (freier Volltext).

17.          D. M. Knipe, Peter M. Howley, D. E. Griffin, (Hrsg.): Fields Virology. 5. Auflage, Lippincott Williams & Wilkins, Philadelphia 2007, ISBN 978-0-7817-6060-7.

18.          H. van den Berg, M. van der Gaag, H. Hendriks: Influence of lifestyle on vitamin bioavailability.In: Int J Vitam Nutr Res. (2002), Band 72, Nr. 1, S. 53-59. PMID 11887754.

19.          C. Koebnick, C. Strassner, I. Hoffmann, C. Leitzmann: Consequences of a long-term raw food diet on body weight and menstruation: results of a questionnaire survey. In: Ann Nutr Metab.(1999), Band 43, Nr. 2, S. 69-79. PMID 10436305.

20.          A. K. Allen, N. N. Desai, A. Neuberger, J. M. Creeth: Properties of potato lectin and the nature of its glycoprotein linkages. In: Biochem J. (1978), Band 171, Nr. 3, S. 665-674. PMID 666730PMC 1184012 (freier Volltext).

21.          S. N. Pramod, Y. P. Venkatesh, P. A. Mahesh: Potato lectin activates basophils and mast cells of atopic subjects by its interaction with core chitobiose of cell-bound non-specific immunoglobulin E. In: Clin Exp Immunol. (2007), Band 148, Nr. 3, S. 391-401. PMID 17362264;PMC 1941928 (freier Volltext).

22.         Jeremy M. Berg, John L. Tymoczko, Lubert Stryer: Stryer Biochemie. 7. Auflage, Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2013, ISBN 978-3-8274-2988-9.

23.          L. Fontana, J. L. Shew, J. O. Holloszy, D. T. Villareal: Low bone mass in subjects on a long-term raw vegetarian diet. In: Arch Intern Med. (2005), Band 165, Nr. 6, S. 684-689. PMID 15795346.

24.          C. Koebnick, A. L. Garcia, P. C. Dagnelie, C. Strassner, J. Lindemans, N. Katz, C. Leitzmann, I. Hoffmann: Long-term consumption of a raw food diet is associated with favorable serum LDL cholesterol and triglycerides but also with elevated plasma homocysteine and low serum HDL cholesterol in humans. In: J Nutr. (2005), Band 135, Nr. 10, S. 2372-2378. PMID 16177198.

25.          Ökotrophologie, Band 2, Verlag Neuer Merkur 2005 , S. 156.

Literatur    

    Eberhard Cölle: Lebensgespräche, Zwischenbilanz eines 75-jährigen „Jetzt und hier“, zum 75. Geburtstag von M. O. Bruker. Verlag Natürlich und Gesund, Stuttgart 1985, ISBN 3-924877-02-5.

    Johannes Bollmer (Hrsg.): Enthüllungen über den Ernährungspapst. Catalonia Verlag, Buxtehude 1988, ISBN 3-927363-00-6.

    Mathias Jung (Hrsg.): „… die höchste Arznei aber ist die Liebe“, ein Max-Otto-Bruker-Lesebuch, zum Geburtstag von Max Otto Bruker. Emu-Verlag, Lahnstein 1992, ISBN 3-89189-041-9.

    Jörg Melzer: Vollwerternährung. Diätetik, Naturheilkunde, Nationalsozialismus, sozialer Anspruch.Steiner, Stuttgart 2003, ISBN 3-515-08278-6, S. 355-392.

    Siegfried Pater: Dr. med. Max Otto Bruker, der Gesundheitsarzt. Retap, Bonn 2001, ISBN 3-931988-07-4.

    Ramin Rowghani: Zum Tode von Dr. med. Max-Otto Bruker: Krankheiten, die durch das Leben bedingt sind – mehr als ein Nachruf. In: Menschen und Medien – Kudamm Kurier – Zeitschrift für Kultur- und Kommunikationspsychologie. Berlin 2001 (Onlineversion).

Weblinks[Bearbeiten]

    Literatur von und über Max Otto Bruker im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

    Internetseite des Bruker-Hauses

    Einige Passagen aus Brukers Werk

    Gesellschaft für Gesundheitsberatung e. V. von Max Otto Bruker 1978 gegründet

 

*******************************************************************************************************


Berlinische Monatsschrift, Dezemberausgabe 1784 in Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? – Immanuel Kant: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“


 

China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise  

T. Colin Campbell (Autor), Thomas M. Campbell (Autor), Maria Michalitsch (Übersetzer) 

http://www.amazon.de/China-Study-wissenschaftliche-Begründung-Ernährungsweise/dp/3864010012/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1385208965&sr=8-1&keywords=china+studie 

http://www.thechinastudy.com 

http://www.socakajak-klub.si/mma/The%20China%20Study.pdf/20111116065942/ 

http://suprememastertv.com/de/hl/?wr_id=89 

http://www.tcolincampbell.org/fileadmin/Presentation/finalmingercritique.pdf 

http://www.tcolincampbell.org 

Quelle: http://www.vegane-gesellschaft.org/prof-campbells-china-study-vegan-macht-gesund-tierliche-proteine-machen-krank/ 

professor colin t. campbell ist einer der weltweit renommiertesten biochemiker und ernährungswissenschaftler. er wurde als einer der entdecker des dioxins und für seine bahnbrechenden forschungen in ernährungsfragen bekannt. obwohl selbst der etablierten wissenschaftswelt zugehörig, ist er teilen der etablierten lebensmittelindustrie ein dorn im auge.sein lebenswerk und vermächtnis – die china study – liegt jetzt endlich in der deutschen übersetzung vor. 

das buch plädiert für die dauerhafte vegane ernährung. campbell kommt zu dem schluss, dass allein die vegane ernährung – und dies nachweislich und eindeutig – krebs, herzerkrankungen und adipositas vorbeugen und sogar heilen kann. campbells fazit ist das gesamtergebnis seiner jahrzehntelangen forschungstätigkeit. selbst geringe mengen tierlicher produkte können einen signifikant negativen einfluss auf chronische erkrankungen haben. 

campbell stieß zunächst auf eine untersuchung, in der er einen nachweis über den einfluss von proteinen in der ernährung entdeckte. 

es gelang ihm dann daraufhin, einige millionen dollar an forschungsgeldern für eine nähere untersuchung der protein-frage aufzubringen.* 

dies brachte signifikante hinweise dafür, dass zu viel protein einen krankheitsauslösenden und krebszellen-fördernden charakter hat. 

campbell entdeckte weiterhin noch etwas außerordentlich entscheidendes:?während das aus tieren gewonnene protein das krebzellenwachstum begünstigt, hat pflanzliches eiweiß einen solchen einfluss nicht! besonders gefährlich und klar nachgeweisen ist der einfluss des aus tiermilch stammenden kaseins. 

“also war die nächstfolgende logische frage, ob pflanzenprotein, das auf die gleiche art untersucht wird, denselben effekt auf das krebswachstum hat wie kasein. die antwort heißt überraschenderweise ‘nein’. in diesen experimenten wirkte sich pflanzliches protein nicht förderlich auf das krebswachstum aus, auch nicht beim konsum hoher mengen. 

ein vorklinischer medizinstudent, der mit mir an einem ‘honors degree’ arbeitete, david schulsinger, führte die untersuchung durch. gluten, das weizenprotein, führte nicht zu den gleichen ergebnissen wie kasein, auch nicht bei einer gabe des gleichen anteils von 20%.” 

(t. colin campbell: die china study. die wohl umfangreichste studie zu ernährung und krankheit, seite 56)

als der chinesische ministerpräsident chou an krebs erkrankte, initiierte dieser eine bemerkenswerte chinaweite erhebung, um informationen über eine krankheit zu sammeln, von der man zu dieser zeit in china nicht viel wusste. in einer dauererhebung wurden die sterblichkeitsraten von über 880 000 000 menschen in 2400 landkreisen in zwölf unterschiedlichen krebsarten erfasst. 

650 000 mitarbeiter_innen waren in dieses gigantische, einmalige biomedizinische forschungsprojekt eingebunden. in einem farbigen “krebs-atlas” konnte festgehalten werden, dass krebs in china örtlich begrenzt war. 

unter führung eines weltklasse-forschungsteams, bestehend aus chen, dem forschungsleiter des bedeutendsten chinesischen Ernährungs- und Gesundheitsforschungslabors des Landes Li, einem der Autoren des Krebs-Atlas, dem berühmten Epidemiologen und Krebsforscher Richard Peto von der universität oxford und Professor Campbell startete dann eine weltweit einmalige studie. 

das ergebnis waren 8 800 statistisch signifikante zusammenhänge zwischen lebensstil-, ernährungs- und erkrankungsvariablen. 

diese untersuchung, das herz der china study, beweist, dass es den zusammenhang zwischen der aufnahme von tierlichem protein und der entstehung schwerer und schwerster krankheiten tatsächlich gibt. überall dort, wo in china keine oder minimale mengen tierlicher produkte konsumiert wurden, war die rate der an krebs erkrankten äußerst niedrig, je mehr sich die verbraucher in den ballungszentren den westlichen essgewohnheiten mit fleisch, eiern und milchprodukten angenähert hatten, schoss die rate der erkrankungen in die höhe. 

diese unterschiede in der chinesischen bevölkerung schwankten von einem landkreis zum nächsten ballungsraum um bis zu 10 000 prozent! eine solche untersuchung war nur in china möglich, da es so wie dort in den westlichen ländern keine vergleichsgruppen, die sich ohne tieische produkte ernähren gab. denn gerade in den ländlichen gebieten im westen ist der fleischkonsum besonders hoch. 

campbells forschungsergebnisse können leben retten. auch das groteske ansteigen von übergewicht bzw. adipositas ist ebenfalls auf die ernährung durch tierliche proteine zurückzuführen. er macht konkrete angaben darüber, wie schnell durch umstellung auf die vegane kost das natürliche gewicht dauerhaft wieder hergestellt werden kann. 

in den vereinigten staaten liefen die lobbyisten der fleisch-, eier- und milchindustrie sturm gegen campbells enthüllungen. doch die wissenschaftlich fundierten erkenntnisse lassen sich nicht totschweigen. man hat nichts gegen campbell in der hand. und es ist ein skandal sondergleichen, dass führende kreise noch immer so tun, als sei die china study nicht existent. nachrichten wie diejenige, dass bill clinton auf eine vegane ernährung umgestiegen ist, deuten jedoch auch darauf hin, dass sich die erkenntnisse der china study durchsetzen. 

auch die hintergründe der mit milliarden dollar ausgestatteten lobbies beschreibt campbell in seinem buch gründlich. er belegt ebenfalls, dass und wie die fleisch- und milchlobby auch führende ernährungswissenschaftler, kollegen campbells, für ihre interessen eingespannt hat – und wie schwierig es in einer hauptsächlich an geld und profit orientierten gesellschaft ist, die unabhängigkeit der wissenschaft durchzusetzen. die abhängigkeit vieler ernährungswissenschaftler vom mainstream, geprägt durch die tierausbeuter-industrie, ist nach angaben campbells tatsächlich das logische, simple produkte reiner geld- und machtorientierung. 

die vegane gesellschaft deutschland ruft alle verantwortungsbewussten ärztinnen und ärzte, heilpraktiker_innen und ernährungswissenschaftler_innen dazu auf, sich mit campbells china study gründlich zu beschäftigen und sich über ihre schlussfolgerungen ein eigenes, unabhängiges bild zu machen. und dann daraus die konsequenzen zu ziehen. 

allein schon aus gesundheitsgründen, so das ergebnis der china study, sollten sämtliche lebensmittel durch vegane ersetzt werden. 

Dem deutschen Arzt Gunter R. Neeb, Doktor und Arzt für Chinesische Medizin und Gastprofessor an der Universität Kunming gebührt Dank für die deutsche Edition. Seine einleitenden Worte machen Hoffnung. vor allem darauf, dass sich Campbells wissenschaftliche Erkenntniss trotz starker Lobbyarbeit auch im deutschsprachigen raum durchsetzen. auch gegen propagandistische Frontorganisationen, die sich den Anschein der Wissenschaftlichkeit geben. 

der nobelpreisträger richard richarson nennt – für viele bereits informierte sprechend – campbells schlussfolgerungen “verblüffend” und meint, die china study “muss einfach gelesen werden”.

aus: 

http://de.wikipedia.org/wiki/The_China_Study 

The China Study

 The China Study ist ein Sachbuch von T. Colin Campbell, emeritierter Professor für Biochemie an der Cornell University, und seinem Sohn Thomas M. Campbell aus dem Jahre 2004. Ins Deutsche übersetzt, erschien das Werk unter den Titeln Die "China Study" und ihre verblüffenden Konsequenzen für die Lebensführung (2010) und China Study - Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise (2011). 

T. Colin Campbell leitete das sogenannte China-Cornell-Oxford Project - eine groß angelegte, von der Cornell University, der University of Oxford und der chinesischen Regierung unterstützte, epidemiologische Studie, die im ländlichen China der 1970er und 1980er Jahre durchgeführt wurde.[1] 

In The China Study interpretieren die Campbells im Rahmen dieses Studienprojekts gewonnene Daten hinsichtlich der Beziehung zwischen dem Verzehr von tierischen Produkten und dem Auftreten von Krankheiten wie Krebs (Brust, Prostata, Enddarm), Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Fettleibigkeit, Autoimmunerkrankungen, Osteoporose oder degenerativen Gehirnerkrankungen. 

Die Autoren kommen zum Ergebnis, dass selbst geringe Mengen tierischer Produkte bereits einen signifikanten Einfluss auf chronische Erkrankungen haben. Eine Senkung des Anteils an tierischen Lebensmitteln in der Nahrung bringe gesundheitliche Vorteile mit sich, insbesondere die Verringerung auf einen Bereich von zehn Prozent bis null Prozent der gesamten aufgenommenen Energiemenge. Der optimale Anteil an tierischen Lebensmitteln sollte ihrer Meinung nach null sein, zumindest für Personen mit einer Prädisposition für eine degenerative Erkrankung (vgl. Campbell 2006, Seite 242). Die Autoren empfehlen eine möglichst weitgehende Vermeidung von Tierprodukten in der Nahrung, also eine möglichst vegane Ernährung. Zusätzlich soll die Aufnahme von verarbeiteten Nahrungsmitteln und raffinierten Kohlenhydraten, wie Zucker oder Mehl, reduziert werden. Geringe Beimengungen tierischer Produkte halten sie allerdings für „höchstwahrscheinlich ernährungstechnisch vernachlässigbar“.[2] 

.....

Ausgaben 

T. Colin Campbell: The China Study:The Most Comprehensive Study of Nutrition Ever Conducted and the Startling Implications for Diet, Weight Loss and Long-term Health, Benbella Books, 2006, ISBN 1-932100-38-5 

   T. Colin Campbell: Die "China Study" und ihre verblüffenden Konsequenzen für die Lebensführung, Verlag für Ganzheitliche Medizin, 2010, ISBN 3-927344-91-5 

   T. Colin Campbell: China Study - Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise, Verlag Systemische Medizin, Juli 2011, ISBN 978-3-86401-001-9 (Neuauflage von Die China Study - und ihre verblüffenden Konsequenzen für die Lebensführung) 

Einzelnachweise

1.Cornell University, Division of Nutritional Sciences: China-Cornell-Oxford Project 

2.Martin Pätzold: Die „China Study“ und die Unkritischen 

3.E. Ginter: Vegetarian diets, chronic diseases and longevity. In: Bratislavské lekárske listy. Band 109, Nummer 10, 2008, S. 463–466, ISSN 0006-9248. PMID 19166134. PDF-Volltext.

 

4.T. J. Key, P. N. Appleby, M. S. Rosell: Health effects of vegetarian and vegan diets. In: The Proceedings of the Nutrition Society. Band 65, Nummer 1, Februar 2006, S. 35–41, ISSN 0029-6651. PMID 16441942. PDF-Volltext. 

5.Timothy J Key, Gary E Fraser, Margaret Thorogood, Paul N Appleby, Valerie Beral, Gillian Reeves, Michael L Burr, Jenny Chang-Claude, Rainer Frentzel-Beyme, Jan W Kuzma, Jim Mann and Klim McPherson: Mortality in vegetarians and nonvegetarians: detailed findings from a collaborative analysis of 5 prospective studies. In: American Journal of Clinical Nutrition September 1999, Volume 70, Issue 3, S. 516–524. ISSN 0002-9165. PMID 10479225. PDF-Volltext.

 

….